Roche wächst gegen den Trend und sieht sich mit 700 Mio. Euro Investitionen in Deutschland als einen Stabilitätsanker für die deutsche Wirtschaft. Der Gesamtumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Einen Fokus legt Roche neben vielen Wirkstoffen in der Onkologie auf Alzheimer, zuerst in der Diagnostik, aber auch in der Therapie mit einem neuen Antikörper – in Penzberg erfunden – der besser ins Gehirn gelangt und dort einen viel größeren Wirkungsgrad erreichen kann als andere derzeitige Wirkstoffe.

Das Münchner Medtech-Unternehmen Noxon konnte im Februar erfolgreich eine „mehrere Millionen Euro“ umfassende Seed-Finanzierungsrunde abschließen. Angeführt wurde diese vom High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital unter der Beteiligung von Auxxo sowie einem weiteren institutionellen Investor. Noxon entwickelt nicht-invasive Neuro-und Muskeltechnologien.

T-knife Therapeutics hat die Genehmigung für den Start der Phase I-Studie mit TK-6302 in Europa erhalten. Die CRISPR-editierte, gegen PRAME gerichtete T-Zell-Therapie soll bei fortgeschrittenen PRAME-positiven soliden Tumoren geprüft werden. Der Studienbeginn ist noch 2026 geplant. CTO Elisa Kieback stand |transkript Rede und Antwort im ausführlichen Gespräch.

Was war los in der Biotechnologie- und Pharmawelt im Karnevalsmonat Februar? Die Zusammenstellung der Kurzmeldungen verschafft einen schnellen Überblick.

Im Rahmen einer Series A-Finanzierung investiert der Prothesenspezialist Ottobock 5 Mio. US-Dollar in die US-amerikanische Blue Arbor Technologies, Inc. und wird damit Hauptgesellschafter des jungen Unternehmens.

Die Secarna Pharmaceuticals GmbH & Co. KG erweitert ihre 2025 gestartete strategische Partnerschaft mit Curie.Bio. Künftig unterstützt Secarna die Portfoliounternehmen von Curie.Bio bei der Identifizierung neuer Oligonukleotid-Kandidaten mithilfe der firmeneigenen OligoCreator®-Plattform. CEO Petropoulos sieht darin eine Bestätigung der erfolgreichen Zusammenarbeit.

Quantencomputer? Zwar hat man schon gehört, dass die multiparallele Datenberechnung der immer noch futuristischen Computergebilde eine neue Dimension der Informationsverarbeitung möglich macht, doch konkrete Beispiele sind noch rar. Die Ulmer NVision ist schon lange in dem Feld aktiv und hat mit einem neuen Bildgebungsverfahren eine greif- und sichtbare Neuheit bei der Bildgebung von Stoffwechselprozessen entwickelt: ein Echtzeit-MRT. Führende akademische Institutionen haben bereits ihr Interesse daran bekundet.

Die Heidelberger VERAXA Biotech AG hat mit 99,57% Zustimmung der Aktionäre die Fusion mit der Veraxa Biotech Holding AG und der Voyager Acquisition Corp. beschlossen. Damit ist der Weg über diese SPAC an die NASDAQ unter dem Ticker „VRXA“ geebnet. Die Voyager-Aktionäre sollen am 12. März zustimmen. Danach soll der Handel „zeitnah“ aufgenommen werden, heißt es.

georgneu

Die zweitgrößte Firmenübernahme des vergangenen Jahres wird für Novartis noch ein wenig teurer. Nach der Übernahme der kalifornischen Avidity für 12 Mrd. US-Dollar haben die Schweizer nun einen bestimmten Bereich aus dem Unternehmen herausgeschält und mit einer Finanzspritze von 270 Mio. US-Dollar versehen auf eine eigenständige Reise geschickt. Das Spin-out Atrium Therapeutics nimmt neben dem Geld auch präklinische Projekte im Bereich von RNA-Therapien bei Herzkrankheiten mit.